Fast 2,9 Millionen Tiere sind im Jahr 2016 allein in Deutschland für Tierversuche verbraucht worden und haben im „Dienste der Wissenschaft“ in oftmals qualvollen und zum Teil mittlerweile überflüssigen Versuchen ihr Leben geben müssen. Zum „Internationalen Tag des Versuchstiers“ am 24. April laden der Tierschutzverein für Berlin und der Deutsche Tierschutzbund deshalb von 19.30 Uhr – 21.30 Uhr zu einer prominent besetzten Podiumsdiskussion und spannenden Präsentationen in die für wissenschaftliche Fachvorträge renommierte Urania ein. Der Eintritt ist frei.

Forschung der Zukunft – sind Tierversuche noch zeitgemäß?

Das Thema ist aktueller denn je, die Veranstaltung im siebten Jahr ihres Bestehens bereits traditionell. Welche Ersatzmethoden haben Wissenschaftler in der Entwicklung oder bereits am Markt? Wo könnte längst auf Versuche am Tier verzichtet werden? Warum geht konkrete Förderung und Unterstützung seitens Politik, Wirtschaft und Wissenschaft oftmals kaum voran?
In diesem Jahr stehen der Einsatz menschlicher Lungenkulturen zur Erforschung der Volkskrankheit Lungenentzündung und die Causa Ethik in Verbindung mit Tierversuchen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Referenten und Gesprächspartner:
PD Dr. Johann S. Ach, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Bioethik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Prof. Dr. med. Stefan Hippenstiel, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie an der Charité
Prof. Dr. med Horst Spielmann, Professor für Pharmakologie und Toxikologie am Institut für Pharmazie der FU Berlin und Generalsekretär bei EUSAAT, der europäischen Gesellschaft für Alternativen zu Tierversuchen

Moderation: Volker Wieprecht (Radioeins vom rbb)