Häufig gestellte Fragen

Praktikum & Ausbildung

Ja, im Tierheim Berlin ist ein FÖJ entweder in der Kinder- und Jugendtierschutzabteilung oder in der Tierpflege möglich. In der Kinder- und Jugendtierschutzabteilung steht pro Jahr eine FÖJ-Stelle zur Verfügung, in der Tierpflege sind es mehrere. Da wir mit einem externen Träger zusammenarbeiten, bitten wir darum, Bewerbungen direkt an das
Jugendwerk Aufbau Ost JAO gGmbH zu senden.

Ja, seit dem Umzug ins neue Tierheim im September 2001 sind wir auch ein Ausbildungsbetrieb. Wir bilden sowohl Tierheim- und Pensionspfleger als auch Tierarzthelfer aus. Voraussetzung für eine Bewerbung sind der Realschulabschluss und gute Noten in den Naturwissenschaften (besonders Biologie) und Deutsch. Vorkenntnisse oder Erfahrungen im Umgang mit Tieren sind erwünscht. Außerdem legen wir Wert auf ein gepflegtes Äußeres und gute Umgangsformen des Bewerbers, da ein großer Teil der Arbeit im Umgang mit Publikum besteht.

Die Nachfrage nach Praktikumsplätzen im Tierheim Berlin ist sehr groß. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, ein Praktikum im Tierheim zu absolvieren. Wir vergeben Plätze an Tierpfleger in dualer Ausbildung, an Studenten der Veterinärmedizin oder Tiermedizin-Absolventen, die nach dem Studium Praxiserfahrungen sammeln wollen.

Da wir weitaus mehr Bewerbungen haben als Möglichkeiten, Praktikanten einzusetzen, sind Vorkenntnisse in der Tierpflege erwünscht und lange Wartezeiten auf einen Praktikumsplatz unter Umständen nicht zu vermeiden. Ein Praktikum dauert mindestens sechs Wochen, eine Vergütung oder Fahrkostenerstattung ist nicht möglich. Alle Kosten – auch die für die vorgeschriebene Tollwutimpfung – müssen vom Praktikanten selbst getragen werden.

Bewerbungen für ein Schülerpraktikum im Zeitraum Januar bis Mai/Juni nehmen wir im September des Vorjahres und für den Zeitraum Oktober bis Dezember im Mai des Kalenderjahres entgegen. Bitte schicken Sie außerhalb des angegebenen Bewerbungszeitraum keine Bewerbungen.

Bewerbungen richten Sie bitte per E-Mail an ausbildung@tierschutz-berlin.de.

Bei unaufgeforderter Zusendung von Bewerbungsunterlagen bitten wir, einen frankierten Rückumschlag beizulegen, da wir aus Kostengründen die Vielzahl der Bewerbungen sonst nicht zurücksenden können.

 

Wir freuen uns auch, wenn sich junge Tierfreunde in unserer Berliner Tierschutzjugend engagieren. Informationen dazu finden Sie [hier].

Fragen zur Hilfe

Immer wieder fragen Tierfreunde an, ob sie im Tierheim ehrenamtlich aushelfen können. Das ist grundsätzlich möglich. Voraussetzung ist die Volljährigkeit. Sie sollten darüber hinaus Mitglied im Tierschutzverein für Berlin sein, um den Versicherungsschutz zu genießen, und eine aktuelle Tetanus-Impfung haben.

Das Ausführen von Hunden ist bei uns begrenzt möglich. Ehrenamtliche Gassigeher bringen Abwechslung in den Alltag unserer Tierheim-Hunde. Um mit Hunden spazieren gehen zu können, ist eine Teilnahme an Seminaren erforderlich. Diese finden im Tierheim statt und sind kostenfrei. Sie sollten mindestens einmal wöchentlich zum Gassigehen kommen können. Spaziergänge mit Kindern sind nicht möglich, da dieses Ehrenamt nur für Volljährige geeignet ist.

Weitere Informationen, wie Sie uns ehrenamtlich helfen können, finden Sie hier.

Rund um die Tiere

Das hängt von der Vermittlungschance ab. Der Aufenthalt kann wenige Stunden bis zu mehreren Monaten oder sogar Jahren dauern. Schwer vermittelbare Hunde und Katzen – vor allem ältere Tiere, „Listenhunde“ oder besondere „Sorgenkinder“ – warten leider manchmal ein Jahr und länger auf ein neues Zuhause.

Für die Abgabe eines Tiers kann es unterschiedliche Gründe geben:

– Tierhaar-Allergie

– Zeitmangel

– Platzmangel, Umzug

– Scheidung

– das Tier bleibt nicht allein

– Familiennachwuchs

– Fehlkauf

– der Amtstierarzt weist Tiere zur Beobachtung ein

– der Tierfang des Landeseinwohneramtes bringt Tiere, die sichergestellt wurden oder zur Verwahrung ins Tierheim Berlin kommen

– Fundtiere werden von ihren Besitzern nicht abgeholt

Der Tierschutzverein für Berlin arbeitet im Rahmen des Deutschen Tierschutzbundes mit vielen Tierschutzvereinen in der Bundesrepublik zusammen. Bei akuter Überfüllung nehmen wir Kontakt mit Tierschutzvereinen auf, die zur Zeit gerade Platz für bestimmte Tierarten haben, um diese Tiere dort möglicherweise unterzubringen.

Besonders bei großen Hunderassen sind wir auf Tierschutzvereine in ländlichen Gegenden angewiesen, die diese Tiere unterbringen können. Damit bleibt den Hunden ein jahrelanger Tierheimaufenthalt im Idealfall erspart.

Grundsätzlich nein, es sei denn, ein wichtiger Grund liegt vor:

  • Ein Tier ist so sterbenskrank, dass es nicht mehr zu retten ist und von seinen Leiden erlöst werden muss. Sämtliche Einschläferungen von Tieren bedürfen de Einwilligung mehrerer Veterinäre sowie der Zustimmung des TVB. Jeder Fall wird in einem Euthanasiebuch dokumentiert. Einschläferungen erfolgen grundsätzlich nach Ausschöpfung aller Behandlungsmöglichkeiten; medizinisch-technische Voraussetzungen stehen in bester Ausstattung zur Verfügung, die finanziellen Aufwendungen für den Komplex medizinische Versorgung steigen stetig.
  • Ein Tier zeigt gemäß der Tierheimordnung des Deutschen Tierschutzbundes so starke, nicht behebbare und konstante Verhaltensstörungen, dass ein Weiterleben entweder nur mit schweren Leiden verbunden wäre oder eine akute Gefährdung der Umwelt vorhanden ist. Über solche Ausnahmefälle entscheidet dann eine sachkundige Kommission.

Bei der Vermittlung eines Schützlings aus unserem Tierheim wird eine Schutzgebühr fällig. Diese dient in erster Linie dem Schutz unserer Tiere und soll verhindern, dass  Spontankäufe getätigt werden. All unsere Tiere sind eingehend tierärztlich untersucht, geimpft, entwurmt und  gechipt. Außerdem  haben Sie im Tierheim Berlin einen Ansprechpartner für Ihre Sorgen und Nöte mit ihrem neuen Mitbewohner. Die Vermittlungsgebühr deckt nur einen Bruchteil der Kosten, die wir für die Betreuung unserer Schützlinge aufbringen – gerade bei Sorgenfellchen, die lange auf ein neues Zuhause warten müssen.

Eine Übersicht über unsere Vermittlungsgebühren finden Sie hier.

Tierschutz-Verein und Tierheim

Ja, es ist das einzige Tierheim in Berlin. Bis 1990 gab es im ehemaligen Ostteil noch ein kleines Tierheim in der Schicklerstraße unter den Stadtbahnbögen an der Jannowitzbrücke.

Fundtiere werden grundsätzlich von der Amtlichen Tiersammelstelle aufgenommen. Sie ist dem Bezirksamt Lichtenberg angeschlossen.

Wir bitten Tierbesitzer, die ihr Tier im Tierheim abgeben möchten, sich unbedingt vorher telefonisch zu erkundigen, ob Kapazitäten vorhanden sind – denn der Platz im Tierheim ist begrenzt. Voraussetzung für die Annahme von Hunden, Katzen und Kaninchen ist außerdem ein gültiger Impfschutz.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Früher lag die schlimmste Zeit für Hunde und Katzen vor den großen Sommerferien und für Kleintiere nach Weihnachten. Für Hunde und Katzen hat sich diese Zeit insoweit entzerrt, dass Tierhalter das ganze Jahr über in den Urlaub fahren und vorher ihre Tiere leider immer wieder aussetzen oder abgeben.

Es gibt fünf Spitzenzeiten: vor Ostern, Pfingsten, vor den großen Sommerferien und danach sowie kurz vor Weihnachten. Vor allem Kleintiere kommen in der Zeit nach Weihnachten, vor den Winterferien und vor Ostern besonders häufig ins Tierheim.

Nein. Wenn Tiere verhaltensgestört sind, liegt das fast immer daran, dass sie vor ihrem Heimaufenthalt schlimme Erfahrungen und Leiden durchgemacht haben. Sie sind dann häufig schlecht sozialisiert, vernachlässigt oder wurden sogar misshandelt. Viele haben es im Tierheim also zum ersten Mal in ihrem Leben gut. Sie haben es warm, bekommen gutes Futter, werden von den Tierpflegern und Tierärzten liebevoll behandelt und unter Einbeziehung von Fachleuten auch tierpsychologisch betreut.

Das Wichtigste: Es wird alles getan, um ihren Heimaufenthalt so kurz wie möglich zu halten und sie rasch an ein neues, gutes Zuhause zu vermitteln. Auch sprechen die vielen positiven Rückmeldungen und Erfolgsgeschichten aus dem neuen Zuhause unserer ehemaligen Schützlinge eine deutliche Sprache.

Natürlich gibt es auch Tiere, die mehr als andere unter dem plötzlichen Auszug aus ihrem früheren Zuhause leiden. Unsere Tierpfleger, ehrenamtlichen Gassigeher und Streichelpaten helfen diesen Tieren oft aus ihrem Trauma heraus. Gerade sie verdienen schnellstmöglich ein neues, liebevolles Zuhause.

Der Tierschutzverein für Berlin benötigt für seine Aufgaben jedes Jahr über 8 Millionen Euro. Diese hohe Summe zu erzielen ist eine sehr schwierige Aufgabe. Überwiegend sind es Nachlässe, Spenden und Mitgliedsbeiträge, die die Existenz möglich machen.

Das Tierheim Lankwitz wurde am 22. Juni 1901 an der Dessauerstraße in Lankwitz (Steglitz-Zehlendorf) eröffnet. Es ist damit das älteste und mittlerweile größte Tierheim Deutschlands und befindet sich seit dem 1. September 2001 als Tierheim Berlin an seinem neuen Standort im Bezirk Lichtenbeg, Ortsteil Falkenberg

Durch die Lage inmitten eines Wohngebiets und die immer dramatischer werdende Platznot in dem hundert Jahre alten Tierheim war ein Neubau notwendig geworden. Weil Anbauten in Lankwitz nicht möglich waren, suchte der Tierschutzverein lange nach einem geeigneten Grundstück, das er mit der 16 Hektar großen Brache im Hohenschönhausener Ortsteil Falkenberg fand. Grundsteinlegung war im August 1999, im September 2001 zogen Belegschaft und Tiere ins neue Domizil.

Das alte Tierheim Lankwitz, an dem natürlich auch das Herz vieler Berliner hing, gibt es nicht mehr. Um den Neubau zu finanzieren, musste das Grundstück verkauft werden.