Am Donnerstag, 16. Mai, begrüßt das Tierheim Berlin einen ganz besonderen Gast: Prof. Dr. Achim Gruber, Leiter des Instituts für Tierpathologie am Fachbereich Veterinärmedizin der FU Berlin ist Autor des vielbeachteten Buches „Das Kuscheltierdrama – Ein Tierpathologe über das stille Leid der Haustiere“. Um 19 Uhr liest er im großen Saal des Tierheims aus seinem Werk. Begleitet wird der Auftritt von einer bebilderten Präsentation zur Veranschaulichung. Anschließend gibt es eine Diskussionsrunde sowie einen Buchverkauf inklusive Signierung durch den Autor.

Übergeordnetes Thema des Abends sind die Opfer, die wir Menschen unseren Haustieren abverlangen. Zunehmend müssen Tiere fehlende Sozialpartner ersetzen und werden auch häufig zu sehr vermenschlicht. Das kann katastrophale Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Tiere haben. Qualzuchten wie Möpse, französische Bulldogen, Perser- oder Nacktkatzen sind der Mode unterworfen und werden nach rein optischen Gesichtspunkten gezüchtet. Gewollte Defekte wie zu kurze Nasen, große hervorstehende Augen, Kieferfehlstellungen wie ein Unterbiss, zu langes oder gar kein Fell nehmen den betroffenen Tieren die Chance auf ein artgerechtes Leben.

Es sind noch Plätze frei, der Eintritt ist kostenlos. Um Anmeldung per E-Mail unter veranstaltung@tierschutz-berlin.de wird zur besseren Planung gebeten. Aber auch spontan Entschlossene können gern noch vorbeikommen (ohne Platzgarantie).

Was / Wann / Wo:
Lesung / Buchvorstellung / Diskussion zum Thema „Das Kuscheltierdrama – Ein Tierpathologe über das stille Leid der Haustiere“
Mai 2019, 19 Uhr im Tierheim Berlin, Hausvaterweg 39, 13057 Berlin