Wir Menschen lieben den warmen Sommer – doch leider können die steigenden Temperaturen für unsere Haustiere gefährlich werden. Die meisten Tiere können gar nicht oder nur sehr eingeschränkt schwitzen und sich somit nicht über verdunstenden Schweiß abkühlen. Pferde sind eine Ausnahme – sie schwitzen am ganzen Körper wie Menschen. Hunde und Katzen besitzen nur an den Ballen ihrer Pfoten Schweißdrüsen. Kaninchen, Meerschweinchen und andere Nager haben gar keine, ebenso wenig Vögel oder Reptilien. Tierhalter müssen also dafür sorgen, dass ihre Schützlinge gut durch die heiße Jahreszeit kommen.

Wasser, Wasser, Wasser
Dazu gehört unter anderem, immer reichlich frisches Trinkwasser und Pflanzenfressern zusätzlich Frischfutter anzubieten, das natürlich nicht in der Sonne stehen darf. Außerdem braucht jedes Tier ein kühles, schattiges Ruheplätzchen. Für Hunde und Katzen gibt es sogar spezielle mit Gel gefüllte Kühldecken, auf denen sie im Sommer gern liegen. Vögel und viele Reptilien benötigen eine Bademöglichkeit, die jederzeit zur Verfügung steht. Hunde kann man mit einem Planschbecken oft ebenso erfreuen wie Kinder. Manchmal reicht auch schon der Gartenschlauch – oder man nimmt den Hund gleich mit zum See und geht mit ihm schwimmen. Für viele ein Heidenspaß, sobald die erste Scheu vorm Wasser überwunden ist.

Auch Hunde lieben Eis!
Weniger Eingewöhnungszeit braucht es beim Hunde-Eis: Wie wir Menschen mögen unsere Vierbeiner die kalte Leckerei. Im Internet finden sich Rezepte für selbstgemachtes Hunde-Eis, natürlich mit verträglichen Zutaten. Unsere Tierpfleger bestücken beispielsweise Kongs im Sommer gern mit Naturjoghurt (beim Befüllen auf einer Seite mit Klebestreifen verschließen, damit nichts ausläuft) oder Dosenfutter. Auch Leberwurst kann man einfüllen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Schutz vor der Sonne
Freigehege jeglicher Art müssen jederzeit kühle und schattige Areale bieten, so dass die tierischen Bewohner nicht unfreiwillig der prallen Sonne ausgesetzt sind. Daran denken, dass die Sonne wandert! Spaziergänge sollten auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden und möglichst im Park oder im Wald unter Bäumen stattfinden. Falls Sie mit Ihrem Hund längere Zeit durch die Sonne gehen müssen, ist es ratsam, etwas Spezial-Sonnencreme für Tiere aus der Zoohandlung oberhalb seiner Nase zu verreiben, um ihn vor einem Sonnenbrand zu schützen, denn an dieser Stelle ist das Fell oft sehr dünn. Rosa Haut (wie sie häufig unter hellem Fell vorkommt) ist dabei empfindlicher als dunkle, die besser pigmentiert ist. Denken Sie bitte auch daran, dass sich Straßen und Gehwege im Sommer schnell aufheizen – bei 30 Grad Lufttemperatur werden sie bis zu 60 Grad warm! Die Folge können schlimme Verbrennungen an ungeschützten Hundepfoten sein. Ob der Boden für einen Hund zu heiß ist, lässt sich im Selbstversuch testen: Legen Sie Ihre Hand flach auf den Boden. Wenn Sie das nicht mindestens drei Sekunden gut aushalten können, sollte Ihr Hund nicht darauf laufen.

Hitzefalle Auto
Die Medien sind voll von Warnungen und Tipps, dennoch passiert es leider immer wieder, dass Hunde in parkenden Autos einen qualvollen Hitzetod sterben. Schon ab 20 Grad kann sich ein stehender Wagen durch den sogenannten Glashauseffekt innerhalb einer Stunde auf bis zu 46 Grad aufheizen! Ab 41 Grad wird es jedoch schon lebensgefährlich für Hunde – es droht ein Hitzschlag. Da nützen weder ein  Parkplatz im Schatten noch spaltbreit geöffnete Fenster. Tun Sie Ihrem Vierbeiner einen Gefallen und lassen Sie ihn an warmen Tagen keinesfalls unbeaufsichtigt im Auto warten!