Vermittlungsstopp im Tierheim Berlin

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke: Vermittlungsstopp im Tierheim Berlin ab 20. Dezember 2025.

Auch in diesem Jahr appelliert der Tierschutzverein für Berlin (TVB) eindringlich: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke. Um unüberlegte Tieranschaffungen rund um die Feiertage zu vermeiden, gilt im Tierheim Berlin ab dem 20. Dezember ein Vermittlungsstopp über Weihnachten und den Jahreswechsel.

Der letzte Beratungstag für Tierinteressierte findet am Samstag vor Weihnachten statt. Wichtig: An diesem Tag werden ausschließlich Beratungen durchgeführt – es finden keine Neuvermittlungen mehr statt. Vermittlungen erfolgen nur noch in Einzelfällen, wenn der Vermittlungsprozess bereits seit längerer Zeit läuft und über die Weihnachtszeit bewusst abgeschlossen wird, da die zukünftigen Halterinnen und Halter zu Hause sind und ausreichend Zeit für die Eingewöhnung haben.

„Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke, sondern richtige Familienmitglieder“, erklärt Eva Rönspieß, Vorsitzende des Tierschutzvereins für Berlin. „Ein Tier ist ein fühlendes Lebewesen mit individuellen Bedürfnissen. Die Entscheidung für ein Haustier bedeutet Verantwortung – oft über viele Jahre hinweg – und sollte niemals spontan oder als Überraschung getroffen werden.“

Nach den Feiertagen zeigt sich immer wieder, dass ein Tier mehr ist als ein Zeitvertreib: Es braucht Aufmerksamkeit, Geduld, finanzielle Mittel und eine langfristige Verpflichtung. Leider landen genau deshalb in den Wochen nach Weihnachten zahlreiche Tiere in Tierheimen, weil sie unüberlegt angeschafft wurden.

Der Neustart der Vermittlung im Tierheim Berlin erfolgt am Dienstag, den 06. Januar. Der 03. Januar ist ausdrücklich kein Beratungstag. Ab dem 06. Januar stehen die Mitarbeitenden des Tierheims wieder für Beratungen und Vermittlungen zur Verfügung.

„Wer dennoch etwas Tierisches zu Weihnachten verschenken möchte, kann zum Beispiel einen selbst gebastelten Gutschein für einen gemeinsamen Tierheimbesuch mit Beratungstermin unter den Weihnachtsbaum legen“, sagt Eva Rönspieß. „So kann das Familienprojekt Haustier gemeinsam, gut vorbereitet und im Sinne des Tierschutzes angegangen werden – zum Wohl von Mensch und Tier.“