In zwei Wochen beginnen in Berlin die Sommerferien. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren die Corona-Pandemie die meisten Reisen unmöglich gemacht hat, fiebern nun viele dem Urlaub entgegen. Tierhalter*innen haben dabei eine besondere Verantwortung, denn nicht jedes Haustier kann oder sollte mitgenommen werden.

„Es ist allerhöchste Zeit, sich um eine zuverlässige Urlaubsbetreuung für sein Tier zu kümmern“, mahnt Eva Rönspieß, Vorsitzende des Tierschutzvereins für Berlin (TVB). „Gute Tierpensionen sind oft lange im Voraus ausgebucht. Wer bis jetzt noch keinen passenden Platz für seinen Liebling organisiert hat, sollte dringend auch im Freundes- und Bekanntenkreis sowie in der Nachbarschaft nach einer Unterbringung suchen.“

Oft ist „Housesitting“ die beste Option. Dabei zieht eine Person des Vertrauens vorübergehend zu Hause ein, während man im Urlaub ist, und betreut die vorhandenen Tiere in ihrem gewohnten Umfeld. Im Internet gibt es auch verschiedene Nachbarschafts- und Anzeigenportale, auf denen man nach Tiersitter*innen oder vorübergehenden Pflegestellen suchen kann. Wichtig: Die Unterbringung vorher ansehen, auf Herz und Nieren prüfen, gegebenenfalls andere nach Erfahrungen fragen und idealerweise einen Tierbetreuungsvertrag abschließen.

„Wir verurteilen aufs Tiefste, wer sein Tier aus welchen Gründen auch immer aussetzt. Bis zu 25.000 Euro Bußgeld kostet es, wer seinem Tier solch Leiden zumutet und Schäden in Kauf nimmt. Daher zeigen wir jeden Fall an“, ergänzt Eva Rönspieß.

Übrigens: Auch das Anbinden vor einem Tierheim erfüllt den Tatbestand des Aussetzens.