Nach dem aktuellen Beschluss des brandenburgischen Verbraucherschutzministeriums, das umstrittene Tierheim Wesendahl unter Auflagen weiter arbeiten zu lassen, kommentiert Eva Rönspieß, Vorsitzende des Tierschutzvereins für Berlin:

„Der Weiterbetrieb des Horrotierheims Wesendahl ist ein Fehler. Die angewiesenen Maßnahmen durch das Ministerium an den Landkreis werden das Tierleid vor Ort nicht zeitnah beenden. Der Betreiberin wurde zwar die Erlaubnis zum Betrieb des Tierheims entzogen, jedoch lassen die öffentlichen Äußerungen der Betreiberfamilie darauf schließen, dass sie sich keines Fehlverhaltens bewusst ist, obwohl Tiere in ihrer Obhut nachweislich gelitten haben. Dass das Ministerium nun diesen milden Weg einschlägt, ist bedauerlich und hat mit modernem Tierschutz nichts zu tun!“

Das Tierheim Wesendahl im Landkreis Märkisch-Oderland steht seit Langem wegen katastrophaler, tierschutzwidriger Zustände vor Ort und unsachgemäßer Tierhaltung in der Kritik. Die schweren Vorwürfe wurden durch Zeugenaussagen und reichhaltiges Foto- und Videomaterial von ehemaligen Mitarbeiterinnen belegt, auch der Brandenburger Landestierschutzbeauftragte Dr. Stefan Heidrich hatte in einem ebenso ausführlichen wie erschütternden Bericht die unhaltbaren Missstände im Tierheim Wesendahl bestätigt.