Biene

Biene kam ins Tierheim, weil ihre Besitzerin ins Pflegeheim musste und sie nicht mitnehmen durfte. Für die schon betagte Katzendame war das ein schwerer Schicksalsschlag. Sie verlor auf einmal alles, was sie kannte. Schon vor einigen Jahren gab es einen starken Bruch in Bienes  Leben, als ihr Herrchen verstarb. Er war ihr absoluter Herzensmensch gewesen und der Einzige, der das volle Vertrauen der misstrauischen Samtpfote genoss.  Sie kam, wenn er rief, folgte ihm auf Schritt und Tritt und ließ sich fast überall von ihm streicheln. Die Witwe des Mannes versorgte Biene natürlich weiter, bis sie nun leider selbst pflegebedürftig wurde.

Als Biene im März 2022 im Tierheim abgegeben wurde, war sie sehr verstört. Die neue Umgebung machte ihr solche Angst, dass sie die Tierpfleger fauchend abwehrte. Wer ihr zu nahe kam, bekam unversehens ihre Krallen zu spüren. Es brauchte viel Zeit und einen behutsamen Umgang, bis sie sich an alles gewöhnte. Die großen angsterfüllten Augen und ihre zusammengepressten Lippen sind mittlerweile weicheren und entspannteren Gesichtszügen gewichen. Die anfangs nach hinten gelegten Ohren werden nun schon neugierig gespitzt, wenn sie die Leckerlitüte rascheln hört.  Sie liegt mittlerweile entspannt auf ihrem Stuhl und beobachtet interessiert das Tierheimgeschehen.  Anfassen lässt sie sich allerdings noch nicht – bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Vermutlich wird sie sich erst in einem behaglichen und ruhigen Zuhause, mit einem geduldigen Tierfreund an ihrer Seite wieder öffnen können.  Wir hoffen es sehr.

Ihr/e neue/r Besitzer/in sollte bereits Erfahrung im Umgang mit ängstlichen Katzen haben. Am besten wäre eine Einzelperson, damit Biene sich nur auf diesen Menschen  einstellen kann.  Eine großräumige Wohnung wäre ideal, um ihr das Ausweichen und Zurückziehen zu ermöglichen. Sie braucht viele Versteckmöglichkeiten. Generell würde sie sich über einen gesicherten Balkon oder eine Terrasse sehr freuen, denn das kennt sie von den Vorbesitzern.

Leider hat Biene auch schon ein paar altersbedingte Zipperlein. Wegen einer Schilddrüsenüberfunktion bekommt sie zweimal täglich Tabletten, die sie problemlos über das Futter aufnimmt. Auch ein Schmerzmittel wird ihr auf diese Weise verabreicht. Das bekommt sie wegen Spondylosen in der Brustwirbelsäule. Ihr Herzgeräusch soll vorerst nur beobachtet werden. Die notwendigen regelmäßigen Tierarztuntersuchungen (aktuell etwa alle drei Monate) und Medikamente für die genannten gesundheitlichen Probleme bekommen Sie in unserer Tierarztpraxis lebenslang umsonst.

Möchten Sie der sensiblen Biene noch einen ruhigen Lebensabend schenken? Dann melden Sie sich gern bei ihren Tierpflegerinnen. Bitte senden Sie dazu eine Anfrage unter Angabe Ihrer Telefonnummer und Beschreibung Ihrer Lebensumstände an samtpfoetchen2@tierschutz-berlin.de und vereinbaren Sie einen Termin, um sie kennenzulernen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Vermittlungsnummer22/637
TierartKatzen
Geschlechtweiblich
RasseEKH
Größe
Geburtsdatum 06/2007
Im Tierheim seit 09.03.2022

Vielen Dank für die Patenschaft!

Susanne Wischnewski


Susanne Wischnewski hat die Patenschaft für Biene übernommen und unterstützt uns damit bei der täglichen Versorgung und Pflege.

Biene sucht weiterhin ein Zuhause!

Möchten Sie auch eine Patenschaft übernehmen?

Mehr erfahren

Anfrage abschicken


Biene (Katzen) EKH Vermittlungsnummer: 22/637