Tiere sind als Weihnachtsgeschenke ungeeignet. Dennoch landen immer wieder besonders Hunde und Katzen oder Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen unter dem Weihnachtsbaum. Um das so gut wie möglich zu verhindern, verhängt das Tierheim Berlin vom 20. Dezember 2019 bis einschließlich 1. Januar 2020 einen Vermittlungsstopp. Besucher*innen sind natürlich trotz dieser Maßnahme im Tierheim willkommen. Aufgrund der Feiertage bleibt das Tierheim vom 24. bis 26. sowie am 31. Dezember und an Neujahr geschlossen; die Tiersammelstelle ist an diesen Tagen verkürzt jeweils von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Alle aktuellen Öffnungszeiten finden Sie auch auf unserer Homepage www.tierschutz-berlin.de.

„Haustiere sind Familienmitglieder. Ihre Anschaffung bedeutet, die Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen – und das je nach Tier für viele Jahre“, erklärt Annette Rost, Sprecherin des Tierschutzvereins für Berlin. „Deshalb sind sie als Überraschungsgeschenke überhaupt nicht geeignet. Ein Tier aufzunehmen muss sorgfältig geplant werden, sonst sind die Beschenkten damit auch schnell überfordert.“ In der Konsequenz landen dann viele tierische Weihnachtsgeschenke nach den Feiertagen im Tierheim oder gar auf der Straße.

Nach Weihnachten kommt bekanntlich Silvester und damit die entsprechende Knallerei mit Böllern und Feuerwerkskörpern. Der Krach ist für Tiere besonders belastend, weil sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen. Tierhalter sollten ihre Lieblinge möglichst gut gegen den Lärm abschotten und ihnen einen Rückzugsort bieten. Meist genügt es schon, wenn eine vertraute Bezugsperson bei den Tieren bleibt und ihnen durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt.

Hunde sollten nur noch angeleint ausgeführt werden, ggf. sogar mit Sicherheitsgeschirr, aus dem sie sich nicht herauswinden können. Denn das laute Knallen der Böller könnte sie in Panik davonlaufen lassen. Freigänger-Katzen sollten zu Silvester idealerweise im Haus bleiben. Vögeln und Kleintieren kann man helfen, indem man ihre Behausungen  möglichst weit von den Fenstern entfernt und zusätzlich mit einem Tuch abdeckt.

Beruhigungsmittel bitte ausschließlich in Absprache mit dem Tierarzt und nur dann verabreichen, wenn bekannt ist, dass das Tier extrem ängstlich auf laute Geräusche reagiert. Keinesfalls sollte man das Tier trösten, da es sich so in seiner Furcht nur bestätigt fühlt. Bei Hunden und Katzen ist es hilfreich, zur Ablenkung gewohnte Spielrituale auch während der Knallerei einzuhalten.