Umstrittene Tierexperimente sollen nun in Bayern stattfinden

Die erfolgreiche Petition gegen Tierversuche an Nachtigallen geht in die zweite Runde. Im vergangenen Jahr engagierten sich unter Federführung des Tierschutzvereins für Berlin (TVB) zahlreiche Menschen mit der Kampagne gegen die geplanten Versuche. Mehr als 134.000 Unterschriften wurden bereits gesammelt; bislang haben die Experimente nicht stattgefunden. Die Versuchsleiterin ist jedoch kürzlich mit ihren Vögeln von der FU Berlin ans Max-Planck-Institut für Ornithologie nach Oberbayern umgezogen, um nun dort ihr Vorhaben umzusetzen.

„Die Nachtigallen leiden in Bayern nicht weniger als in Berlin“, erklärt Claudia Hämmerling, 2. Vorsitzende des TVB. „Das Problem ist nicht gelöst, es hat sich nur verlagert. Deshalb müssen wir weiterkämpfen, um die grausamen Hirn-Experimente doch noch zu verhindern.“

Um Kräfte zu bündeln, hat sich der TVB mit dem Landesverband Bayern des Deutschen Tierschutzbundes zusammengeschlossen. „Wir freuen uns sehr, mit unseren bayerischen Kolleginnen und Kollegen so mächtige Verbündete gewonnen zu haben“, so Hämmerling. „Aufhören kommt für uns nicht in Frage – so lange der Tierversuch nicht aufgegeben wird, so lange werden wir unsere Stimme dagegen erheben.“

Auch die Dachorganisation der Berliner und bayerischen Tierschützer, der Deutsche Tierschutzbund, protestierte in einer Pressemitteilung gegen die geplanten Nachtigallenversuche.

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